Protokoll der Generalversammlung vom 25.6.2021

Versammlungsort: Vereinsheim der Kleingartenanlage Amperstadt Fürstenfeldbruck e.V.

Beginn: 19 Uhr

Ende: 21:45 Uhr

Anwesende Vorstandsmitglieder:         Peter Ott (Vorsitzender)                                                           

                                                                              Felicitas Barry (stellvertretende Kassierin)

Abwesende Vorstandsmitglieder:         Melanie Agaoglu-Fuchs (Schriftführung)

                                                                              Elke Rosner (Kassierin)                

Versammlungsleiter:                                   Peter Ott

Erschienene Mitglieder:                             42 Mitglieder incl. Vorstandsmitglieder, darunter 3 Anwärter

Der Vorsitzende begrüßte die anwesenden Mitglieder (TOP 1) und wies darauf hin, dass die Einladung fristgerecht und satzungsgemäß im Vorstands-Schaukasten (Tag des Aushangs: 8.6.2021) sowie auf der Homepage des Vereins veröffentlicht wurde. Stellvertretend durch den letzten dem Verein offiziell bekannt gewordenen Verstorbenen, Herrn Jaromir Werner Hein, der am 30.5.2021 verstarb, wurde allen der seit der letzten Generalversammlung verstorbenen Vereinsmitgliedern, deren Verwandten, Bekannten und Freunde gedacht. (TOP 2)

Mit der Einladung wurde die Tagesordnung zur Generalversammlung (GV) bekanntgegeben.

TOP 3: Der Verein seit dem 8.11.2019, der letzten Generalversammlung (Bericht des Vorsitzenden)

Im November 2019 entschied sich der Vereinsheim/Ameisenstüberl-Ausschuss (VH/AS) unter 12 Bewerbern für die Droth GbR als Nachfolge des Ameisenstüberl-Wirtes. Im Dezember 2019 folgte die letzte Weihnachtsfeier unter der Regie von Tomo „Toni“ Vulakovic, auf der er vom Vorstand verabschiedet wurde. Eine bald 20-jährige Ära ging zu Ende.

Im Januar 2020 fand die Droth GbR im Inneren des Ameisenstüberls katastrophale Verhältnisse vor. Der Renovierungs- und Sanierungsbedarf war gewaltig und erforderte enorme finanzielle Kraft­an­strengungen des Vereins. Ein neuer Biervertrag mit der Hacker-Pschorr-Brauerei brachte knapp 10.000 € neues Darlehen. Das war durch die Erneuerung der Eingangstüre und der Türen zur Terrasse gleich wieder größtenteils aufgebraucht.

 Ende März 2020 scheiterte der erste Versuch, die GV abzuhalten.

Im Frühling 2020 setzte bedingt durch die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen ein bisher nicht gesehener Ansturm auf die Anwartschaft zur Zuteilung eines Gartens ein.

Das Verbot der Innengastronomie hatte zur Folge, dass der VH/AS-Ausschuss den Droths die Erlaubnis erteilte, einen Imbiss- und einen Kühlwagen aufzustellen sowie den Außenbereich nach Art der Schanigärten mit Zustimmung der Stadt Fürstenfeldbruck zu erweitern.

Im Sommer 2020 fand der letzte Arbeitsdienst in der alten Form (Samstag vormittags) statt.

Weitere Ausbauwünsche des Wirtsehepaars führten letztlich dazu, dass in einem Duldungsvertag über 15 Jahre die Stadt FFB unseren Schwarzbau „Wintergarten“, der als Terrasse mit Pergola (Schattendach) genehmigt ist, und den ebenfalls nie genehmigten Biergarten, unter der Auflage, dass daran nichts mehr verändert werden darf, so hinnimmt.

Die gegen den vorigen Ameisenstüberl-Pächter „Toni“ angestrengte Klage auf Entschädigung des vom ihm angerichteten Schadens endete in einem Vergleich: Seine Kautionsrückforderung wurde mit unseren Forderungen aufgerechnet. Der Verein musste sich der Erkenntnis beugen, dass er jahrelang jegliche Kontrolle unterließ und dass eine 28 Jahre alte, komplett abgeschriebene Heizanlage mit dem wirtschaftlichen Wert 0 anzusetzen sei und an dieser keinerlei Schaden mehr entstehen könne. Der VH/AS-Ausschuss wies zum Ende der Ära Vulakovic zwei bereits gestorbene und ein weggezogenes, den Garten aufgegebenes Mitglied auf. 

Im Herbst 2020 fand die erste Gemeinschaftsarbeit (Freitag nachmittags und Samstag vormittags) statt. Der Andrang war groß und so konnte die Gartenanlage auf einen seit langem nicht mehr erreichten guten Zustand der Gemeinschaftsflächen gebracht werden. Zusammen mit dem neuen Anstrich der Gerätehütte, des Vorstandsbüros, des Fasses auf dem Spielplatz, von Teilen des Ameisenstüberls und der Karfreitagshütte kann sich die Anlage wieder sehen lassen.

Im September 2020 fand ein vom Wetter beeinträchtigtes Bierfest statt.

Der für Ende Oktober 2020 geplante 2. Anlauf zur Abhaltung einer GV scheiterte erneut an im letzten Moment verschärften Kontaktbeschränkungen.

Kurz darauf war die Gastronomie auf nur noch Straßenverkauf beschränkt. Für die Droth GbR ein weiterer Rückschlag in einem sowieso schon schwierigen Startjahr. Der Vorstand beschloss daher einstimmig, für einen Monat, in dem ausschließlich Straßenverkauf erlaubt ist, die Pachtzahlung auf die Hälfte zu ermäßigen.

Erst im Frühjahr 2021 durften die Biergärten wieder geöffnet werden.        

TOP 4: Bericht der Kasse, der Buchprüfer und Entlastung des Vorstands für die Jahre 2019 und 2020

Der Vorsitzende erläuterte der GV den Umfang der Aufwendungen, die der Verein 2019 und 2020 für die Erneuerung des Ameisenstüberls innen und außen aufgewandt hat. Die insgesamt über 50.000 € teilten sich auf in über 14.000 € für die neue (qualitativ minderwertige) Toilettenanlage, 8.000 € für neue Eingangstüren, 7.000 € für die Heizanlage, über 4.000 € für die neue elektrische Ausstattung des Wintergartens, knapp 3.000 € für Gastro-Geschirrspüler und Kühlschränke, knapp 2.500 € für die Schankanlage, deren Kühlung und die Kühlanlage des Kühlraums, je 1.200 € für die neue Verkleidung der Heizanlage sowie für das Fällen zweier Eschen, die das Ameisenstüberl gefährdeten. Durch die entgangene Pacht, den vollen Zuschuss zur Kaution und einen Anteil des sog. Bierpfennings, der statt dem Verein für die Jahre 2020 und 2021 dem Ameisenstüberlpächter zugutekommen soll, sind mit mehr als 7.000 € die wesentlichen Aufwendungen genannt. Die stellvertretende Kassierin, Frau Barry, nannte der GV genaue Beträge aus den Einnahme- und Ausgaberechnungen der beiden Jahre. Der Revisor, Herr Metzler, bestätige der GV die Korrektheit der genannten Beträge, die sich aus der Vielzahl von Einzelrechnungen ergaben und bestätigte dem Vorstand ordnungsgemäßen Umgang mit den finanziellen Mitteln des Vereins. Daraufhin bat der Versammlungsleiter zur Abstimmung über die Entlastung des Vorstandes: für Rechnungsjahr 2019: 38 Ja-Stimmen, keine Nein-Stimme bei 4 Ent­haltungen und für 2020: 39 Zustimmungen bei 3 Enthaltungen.

TOP 5: Details zum Zustand des Ameisenstüberls beim Pächterwechsel

Die VH/AS-Beauftragte, Frau Ott, berichtete von losgelösten Küchenkacheln, von im Dachboden versteckten, defekten und völlig verdreckten Kühlaggregaten, die der Zwischenkühlung der  Bier-Leitung vom Kühlraum zur Zapfstelle einst gedient hatten, von einem in der Außenwand der Küche lebendem Siebenschläfer, der lebend gefangen und in sicherer Entfernung und für ihn geeigneter Umgebung ausgesetzt werden musste und von vielen weiteren Vorkommnissen, die mit großen Einsatz finanzieller Mittel und noch größerem Aufwand an Arbeitskraft bewältigt werden mussten.

TOP 6: Neuregelung der Gemeinschaftsarbeit

Nachdem nach dem alten Muster oft zu wenige Meldungen für die Teilnahme am Arbeitsdienst zu beklagen waren, hat der Beschluss der GV vom November 2019, die Ersatzzahlungen auf 100 € zu erhöhen, für neuen Schwung bei der Teilnahme an der jetzt so genannten Gemeinschaftsarbeit gesorgt. Die Neugestaltung auf Freitag nachmittags und Samstag vormittags ermöglicht es jetzt auch Berufstätigen leichter teilzunehmen, wenn sie nicht auch noch am Wochenende um 7:00 Uhr zur Gemeinschafts­arbeit antreten müssen.

TOP 7: Regelung der Zukunft des Spielplatzes

Drei Alternativen zur zukünftigen Ausgestaltung des vereinseigenen Spielplatzes standen zur Debatte: Umbau und Modernisierung, Erhalt des bestehenden Zustandes oder schleichender Abbau. Da der Spielplatz zur Zeit überwiegend Kindern von Nicht-Gartenpächtern zugutekommt, wäre eine Modernisierung eigentlich eine Aufgabe der Stadt FFB und/oder des Wirts, den beiden Hauptnutz­nießern dieser Anlage. Da aber ein Abbau ohne Ersatz aller nicht mehr sicheren Spielgeräte und Einrichtungen einer zukünftigen Generation von Gartlern schwer auf die Füße fallen würde, kam die GV zu dem Schluss, für zu entfernende Geräte für Ersatz gleicher Art aufkommen zu wollen. Die Spielplatzbeauftragte, Frau Ott, berichtete von Ersatzbedarf für die kleine Doppelschaukel, die eigentlich nur für Gärten, nicht aber für Spielplätze zugelassen ist und vom Ersatzbedarf für die zwei Tischtennisplatten, die nicht mehr den allgemeinen Erfordernissen entsprechen. Damit wären nur die dringendsten Maßnahmen genannt. Der Ersatz sollte den finanziellen Möglichkeiten des Vereins angepasst erfolgen. Der Vorsitzende stellte deshalb folgenden Antrag zur Abstimmung:

„Der Spielplatz soll im Wesentlichen mit seinen bestehenden Spielgeräten und -einrichtungen erhalten bleiben, auszutauschende Geräte werden durch DIN-gerechte ersetzt.“

41 Stimmen Zustimmung bei einer Enthaltung

TOP 8: Neuregelung für Feste und Feiern

Das im September 2020 abgehaltene Bierfest war für den Verein mit einem beträchtlichen finanziellen Verlust verbunden. Es kamen wohl wegen des recht schlechten Wetters 18 von 44 angemeldeten Gartlern nicht. Da die Zahl der Anmeldung Grundlage für die Vorbereitungen des Ameisenstüberls waren, sah sich die Kasse genötigt, dem Wirt die nicht abgenommenen Essen voll zu ersetzen. In der Vorstandschaft war man sich einig, zukünftig auf Anmeldelisten zu verzichten. Statt dessen soll es als Anreiz für jeden Pächter, jeden Partnerpächter und jeden Anwärter einen Verzehrgutschein über 10 €, für Partner, Kinder, Freunde und Bekannte der Gartler und Anwärter einen 5 € Gutschein geben. Wir hoffen, dass uns das Ameisenstüberl ein attraktives Angebot an Gerichten und Getränken präsentiert.

 TOP 9: Gartenübergaben und Anwärterzahlen

Der Vorsitzende gab bekannt, dass seit November 2019 6  Gärten an neue Pächter übergeben wurden.

Folgende Gärten wechselten den Pächter:

Parzelle Nr.Alter PächterNeuer PächterDatum
65DavidBauer, DominikDezember 2019
94KahrChomekDezember 2019
65Bauer, DominikPecherMärz 2020
57WagenhausAbdullahMärz 2020
51Bauer, DegenhardKaynakSeptember 2020
72RenklZeinedinSeptember 2020

Der Versammlungsleiter berichtete von der inzwischen auf knapp 60 angewachsenen Anzahl von Anwärtern auf eine Gartenparzelle in unserer Anlage. Er hat wiederholt im Vorstand für einen Aufnahmestopp oder wenigstens eine drastische Erhöhung der Aufnahmegebühr geworben ohne damit je auf Zustimmung zu stoßen. Frau Barry hat stellvertretend für die Kasse erklärt, diese wolle auch nicht auf Teile der jährlichen Einnahmequelle (55 mal 15 € = 825 €/Jahr) verzichten. Es reiche, dass der Verein in der Homepage in engem Zusammenhang mit dem Aufnahmeantrag auf die Aussichtlosigkeit der Anwartschaft hinweist.

TOP 10: Behandlung schriftlich eingereichter Anfragen und Anträge

Nur zu der für Oktober 2020 geplanten GV, dem 2. Anlauf, wurde eine Anfrage eingereicht.

In diesem Schreiben heißt es u.a.: „als erster Vorsitzender des Kleingartenvereins laden Sie die Mitglieder zu einer Generalversammlung ein. Leider kann ich den Begriff in der im Internet veröffentlichten Homepage Mustersatzung des Kleingartens den Begriff „Generalversammlung“ nicht finden…“ und „Nicht nur wegen der falschen Bezeichnung der Mitgliederversammlung halte ich die Einladung und damit auch die Veranstaltung für anfechtbar…“ und weiter: „…Ihre Tagesordnung (TOP 3) enthält zwar die Entgegennahme des Jahresberichts für das Geschäftsjahr und im gleichen TOP die Entlastung des Vorstands, aber eine Vorstandschaft kann sich ja wohl nicht selber entlasten. Die Entlastung des Vorstands ist Angelegenheit der Revisoren. Es handelt sich zwar nur um Formalien, aber ich bin der Meinung, wenn man eine Satzung hat, die diese Punkte zwingend vorgibt, dann sollte man sich auch danach richten. Mit freundlichen Grüßen…“ Auf überwiegendem Wunsch der Teilnehmer der GV verzichtete der Vorsitzende auf jeglichen Kommentar sowie auf die Nennung des Namens des Verfassers.

TOP 11: Aussprache und Sonstiges (ohne Beschlussfassung)

In beinahe eigener Sache bat der Vorsitzende um Verständnis für das in Beschwerden gerügte Mantrailing: Der Polizeihunde-Sport-Verein PSV FFB e.V. hielt mit ausdrücklicher Erlaubnis des Vorsitzenden ein Hundetraining in unserer Anlage ab. Dabei werden Hunde darauf trainiert, vermisste oder verschüttete Menschen aufzuspüren. Verschüttete aufzuspüren kann man auch gut im Wald trainieren, aber wo eine Wärmebildkamera des Polizeihubschraubers versagt, ist die Suche nach Menschen mitten in der Stadt. Doch dies ist die Hauptanforderung, die an diese Hunde bei uns gestellt wird: das Aufspüren von verloren gegangenen dementen Leuten. Dazu eignet sich unsere Anlage in ganz besonderer Weise: kleine Straßen, Kreuzungen, Plätze, viel Ablenkung durch nicht zu suchende Menschen und gar anderen Hunden von Gartlern, die diese im Gegensatz zu den Mantrailern, die ihre bestens erzogenen Hunde an der langen Leine trainieren, auch noch ohne Leine verbotener Weise umherlaufen lassen. Der Vorsitzende hat dem befreundeten PSV die Erlaubnis erteilt, ein paar Mal im Jahr in unserer Anlage zu trainieren, zumal die Trainer nach dem Training in unserer Vereins­gaststätte einkehren und somit zum Abbau unserer Schulden bei der Brauerei lobenswert beitragen.

Früher oder später würden die Abläufe aller unserer Wasserstellen dicht werden, erklärte der Vorsitzende. Es lasse sich einfach nicht verhindern, dass mit Regenwasser eingespültem Staub, Erde, Blätter und Blütenstaub das Erdreich unter unseren Betonringen verdichtet werde. Diesen Vorgang können die Gartler aber wesentlich beschleunigen indem sie geerntetes Gemüse dort waschen, fettiges Geschirr spülen, Farbpinsel auswaschen oder gar Betonreste von Werkzeug, Schubkarren und Behältern eintragen. Einige wenige Versuche, diesem Vorgang entgegen zu wirken, sollen erfolgreich gewesen sein.

Für die im Juli wieder geplante Bestandsaufnahme kündigte der Vorsitzende gemeinsam mit unserer Sachverständigen, Frau Ott, an, diesmal besonderes Augenmerk auf die Erfüllung der vom Verein gesetzten Mindestanforderungen an die kleingärtnerischer Nutzung unserer Gärten zu richten. Statt der üblichen Forderung nach Anbau von Obst und Gemüse auf einem Drittel der Gartenfläche hat der Verein folgende auch im Internet veröffentlichten Standards gesetzt: Anbau von wenigstens einem tragenden Obstbaum oder 3 Beerensträuchern UND Gemüseanbau auf mindestens 5 m² Beetfläche oder ein großes Hochbeet oder Anbau mehrerer Gemüsesorten in mehreren Töpfen.

Fürstenfeldbruck, den 26.6.2021

für die Schriftführung                                                                                  für den Vorstand

gez. Eva Ott                                                                                                     gez. Peter Ott

                                                                                                                             Vorsitzender des Vorstandes